Weltlepratag: Wir helfen weiter!
- Christoph Heyes
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
22. Januar 2026: Mit Verbandsmaterial, Bettwäsche und Babymilch im Wert von 3.990,82 Euro unterstützen wir die Arbeit der Schwestern des Ordens Notre Dame des Apôtres im Togo. Im medizinischen Zentrum in Koloware, einer kleinen Ortschaft im ländlichen Zentrum der Republik Togo, versorgen die Schwestern jährlich über 7.000 Patienten aus der gesamten Region. Neben schwangeren Frauen, die zur einzigen Entbindungsstation der Gegend kommen und vielen an HIV erkrankten Patienten, sind darunter auch zahlreiche Leprakranke.
Lepra ist eine der ältesten Krankheiten der Welt. Genetische Analysen zeigen, dass die Erreger bereits frühe Menschenformen, also die Vorfahren der heutigen Menschen, befielen. Auch heute infizieren sich weltweit immer noch über 200.000 Menschen pro Jahr neu mit der Krankheit. Der letzte Sonntag im Januar wurde 1954 zum Weltlepratag bestimmt, um an den anhaltenden Kampf gegen die Erkrankung zu erinnern.
Wir in Schiefbahn sind seit 1963 Teil dieser Anstrengung. Zwar unterstützen wir mittlerweile auch andere Entwicklungsprojekte, aber ein Schwerpunkt ist nach wie vor der Kampf gegen die Lepra und die Hilfe für die Erkrankten, wie in Koloware.
Lepra ist mittlerweile heilbar, die Medikamente für die monatelange Therapie werden kostenfrei von der Weltgesundheitsorganisation WHO bereitgestellt. Aber Lepra ist immer noch eine Krankheit der Armut: In Regionen mit mangelhafter medizinischer Abdeckung, in Bürgerkriegsregionen oder in Ländern in denen die Krankheit mit starker sozialer Ausgrenzung einhergeht, treten nach wie vor viele und schwere Verläufe auf.
So unterstützen wir auch die Lepraklinik von Dr. Tom Catena in Gidel, in den Nuba-Bergen im Süden des Sudan, wo seit Jahren ein heftiger Bürgerkrieg tobt. In Bhubaneswar (Indien) kümmert sich der Chirurg Dr. Remy Rousselout mit unserer Hilfe bereits seit Jahrzehnten in seiner Klinik um Leprakranke die von ihren Familien verstoßen wurden und versorgt auch die Erkrankten in den Slums der Stadt mit Medikamenten und sauberem Verbandsmaterial.
Zu erfahren, dass es in Deutschland Menschen gibt, die Anteil an ihrem Schicksal nehmen, sei - so berichtet Dr. Remy Rousselot - in einem Land in dem die Erkrankung mit der Lepra noch immer mit sozialer Ächtung einhergeht, oft genauso wichtig wie die Medikamente selbst.
Wer uns beim Kampf gegen die Lepra unterstützen möchte, kann dies mit einer Überweisung an die Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn, IBAN DE40 3205 0000 0042 1109 08 bei der Sparkasse Krefeld tun.







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