Pater Raphael Mangiti (Kenia) besucht das Lise-Meitner-Gymnasium

Pater Raphael am LMG
Pater Raphael am LMG

Pater Raphael Mangiti besucht das Lise-Meitner-Gymnasium

Pater Raphael, Priester des Passionisten-Ordens in Kenia, arbeitet schon seit 17 Jahren mit der Aktion Mission und Leprahilfe zusammen, die viele seiner Selbsthilfeprojekte aus Spendengeldern finanzieren konnte.

Auf Anregung von Frau Sigrid Stegemerten; stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AML und Lehrerin am LMG, wurden den Schülerinnen und Schülern der Religions- und Ethikkurse der Jahrgangsstufen 8 und 11 drei förderungswürdige Projektanträge von Pater Raphael vorgelegt. Im Unterricht diskutierten sie über diese drei Anträge und konnten Pater Raphael ihre Fragen hierzu bei seinem Besuch stellen. Pater Raphael war beeindruckt davon, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen auseinandergesetzt hatten und welche konstruktiven Ideen sie machten. In der folgenden Unterrichtsstunde werden sie darüber abstimmen, welches Projekt ihrer Meinung nach mit höchster Priorität gefördert werden sollte – vor dem Hintergrund, dass mit den vorhandenen Spendengeldern nicht alle Projekte unterstützt werden können.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, grundsätzliche Fragen zu der Situation in Kenia, zur Biographie von Pater Raphael, zur Entwicklungshilfe-Arbeit in Afrika zu stellen. Sie erfuhren von ihm, dass in Kenia die Frauen verantwortlich für die Ernährung der Familie sind, dass eine Frau immer noch einige Kühe „kostet“,wenn ein Mann um ihre Hand anhält, dass die Anzahl der Ehefrauen ein Zeichen für den Wohlstand des Mannes sind und dass die Kinder dort oft viele Kilometer zu Fuß zu Schule laufen müssen.

Auch kritische Fragen nach fehlender Aufklärungsarbeit der Entwicklungshilfe-Organisationen wurden von den äußerst engagierten Schülerinnen und Schülern gestellt, woran zu erkennen war, dass sie sich im Unterricht sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt hatten.

Zum Abschied bedankten sich alle bei Pater Raphael mit lautem Beifall.