Studenten entwickeln neue Internetplattform für die Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn

Neue Internetplattform_Juni 2017
Neue Internetplattform_Juni 2017

Neue Internetplattform für die Leprahilfe

Ein Schwerpunkt der Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn e.V. ist die Förderung von Selbsthilfeprojekten in Entwicklungsgebieten. Die bisherige Internetplattform des 1963 von Weihbischof August Peters gegründeten Vereins konnte die aktuellen Anforderungen nicht mehr erfüllen, daher stellten die Mönchengladbacher Wirtschaftsinformatikstudenten Thomas Erlenwein und Steffen Spremberg unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Brell den Internetauftritt auf ein moderneres Fundament. Willichs Bürgermeister Josef Heyes, Vorsitzender des Vereins,  und hauptamtliche Büroleiterin Anja Tams ließen sich vergangene Woche die ersten Ergebnisse von den Studenten erläutern. „Es ist erstaunlich, wie schnell und mit welchem Engagement die beiden Studenten tolle Ergebnisse erzielt haben.“ freut sich Heyes. „Und dass die Hochschule Niederrhein uns in Willich hilft, nachhaltige Projekte z.B. in Ostafrika zu unterstützen, zeigt auch: sie ist eine Hochschule der Region“. Erlenwein und Spremberg  passen dabei so gar nicht in das Nerd-Klischee. Erlenwein lacht, darauf angesprochen: „Wichtig ist, die Menschen, die mit dem System arbeiten, von Anfang an mitzunehmen. Daher haben wir alle Schritte mit Frau Tams diskutiert und lassen sie auch nachher nicht allein.“

 

Ziel der neuen Internetplattform ist es, schneller und einfacher aktuelle Informationen über Selbsthilfeprojekte und ihre Förderer zur Verfügung zu stellen. Technisch wich das veraltete Content Management System einer aktuellen Blogsoftware. Quasi en passant entwickelten Erlenwein und Spremberg dabei ein Programm, das weitgehend automatisiert die Inhalte von der alten Plattform in die neue übernehmen kann. „Wirtschaftsinformatiker sprechen hier von ETL-Prozessen“ erläutert Brell. „Normalerweise wird das für Business Intelligence und Big Data eingesetzt, aber die Studenten haben gezeigt: man kann das auch für gemeinnützige Zwecke brauchen. Ebenso könnte die hier entwickelte Software auch KMU bei einer Modernisierung ihres Internetauftritts helfen.“

 

Von der Unterstützung des Vereins profitieren Menschen rund um den Globus. Projekte in Kenia, dem Kongo, Uganda, Indien, Peru, Äthiopien, Simbabwe, Pakistan, den Philippinen, in Ghana und Tansania werden mit Hilfe von Spenden finanziell unterstützt. „Auch mit Sachspenden konnten wir in Entwicklungsgebieten schon helfen.“ erklärt Anja Tams. „Und mit der neuen Internetplattform wird jetzt insbesondere meine Arbeit auch effizienter“.

17.05.2017

Die Rheinische Post berichtet in einem Beitrag vom 08.Juni 2017.

Im Willicher Extra-Tipp erscheint am 28.05.2017 ein Beitrag über die neue Internetplattform.